Hörfunknachrichten Tageszusammenfassung

Ex-Rektor der Saar-Uni Hellmuth Sitte gestorben

10.12.2018 20:00
Der ehemalige Rektor der Universität des Saarlandes, Hellmuth Sitte, ist tot. Wie die Universität mitteilte, starb Sitte bereits am vergangenen Donnerstag in Innsbruck. Der Biologie-Professor wurde 90 Jahre alt. Sitte leitete die Saar-Uni von 1969 bis 1973. Er bemühte sich nach Angaben der Saar-Uni in der Zeit der Studentenproteste um Konsens. Bei der Ausarbeitung einer neuen Universitätsverfassung habe es deshalb eine außergewöhnlich breite Zustimmung gegeben.

Altmaier schaltet sich bei Ford Saarlouis ein

10.12.2018 20:00
Nach dem angekündigten massiven Stellenabbau bei Ford Saarlouis hat sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier in den Fall eingeschaltet. Altmaier kündigte an, bei seinen Gesprächen darauf zu achten, dass die Balance zwischen den Ford-Werken in Saarlouis und Köln nicht verändert wird. Auch Bundesaußenminister Maas äußerte sich zu den Plänen von Ford. Er sprach von einer "bitteren Nachricht" für die Betroffenen. Ford hatte heute auf einer Betriebsversammlung angekündigt, im Werk Saarlouis 1.600 Arbeitsplätze zu streichen. Davon sind 1.000 Leiharbeiter und 640 Angestellte der Stammbelegschaft betroffen. Konkret soll der Betrieb im Werk Saarlouis von 3 auf 2 Schichten umgestellt werden. Die Produktion des C-Max soll nächstes Jahr auslaufen. Der Betriebsratsvorsitzende von Ford Saarlouis, Markus Thal, sagte zu den Plänen: : 0.18 min. Linken-Fraktionschef Lafontaine verwies darauf, dass das Land die Standort-Bedingungen für das Ford-Werk in Saarlouis in den vergangenen Jahren verbessert habe - etwa durch die Einrichtung des Zulieferparks. Die SPD-Fraktion im Saar-Landtag erklärte, Ford sei bislang der zweitgrößte Industriebetrieb im Saarland und sichere die Existenz vieler Familien. Die SPD forderte -ebenso wie die CDU-Fraktion im Landtag- jetzt sozialverträgliche Lösungen zu suchen.

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Brüssel zu Gesprächen mit Großbritannien bereit

10.12.2018 20:00
EU-Ratspräsident Tusk hat für Donnerstag einen Brexit-Gipfel einberufen. Nach der Verschiebung des Brexit-Votums im britischen Parlament will die EU mit Premierministerin May über ein mögliches Entgegenkommen sprechen. Tusk stellte allerdings klar, es werde keine Nachverhandlungen zu dem Brexit-Abkommen geben. Allerdings sei die EU bereit darüber zu sprechen, wie die britische Ratifizierung erleichtert werden könne. Das Abkommen zwischen London und Brüssel über den EU-Austritt hätte ursprünglich morgen Abend vom britischen Unterhaus verabschiedet werden sollen. Wegen des massiven Widerstands vieler Abgeordneter sah sich Premierministerin May allerdings gezwungen, das Votum zu verschieben.

Stellenabbau bei Ford Saarlouis: 1.000 Leiharbeiter und 640 Festangestellte betroffen

10.12.2018 19:00
Vom geplanten Stellenabbau bei Ford in Saarlouis sind 1.000 Leiharbeiter und 640 Festangestellte betroffen. Die Pläne wurden heute auf einer Betriebsversammlung bekannt gegeben. Demnach wird das Werk in Saarlouis von einem Drei- auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt. Der Chef von Ford Deutschland, Gunnar Hermann, sieht zu dem Personalabbau keine Alternative. Ein Grund ist, dass der C-Max immer seltener verkauft wird. Die Produktion des C-Max in Saarlouis soll deshalb im kommenden Jahr auslaufen. Der Betriebsratsvorsitzende bei Ford Saarlouis, Markus Thal, äußerte sich enttäuscht. Schon die letzten drei Jahre seien für die Beschäftigten schwierig gewesen. Bei Ford in Saarlouis arbeiten derzeit noch 6.300 Beschäftigte. Die Standort-Sicherung von Ford für das Werk in Saarlouis gilt noch bis Mai 2022.

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Rehlinger bedauert Ford-Entscheidung für Saarlouis

10.12.2018 17:00
Wirtschaftsministerin Rehlinger hat den geplanten Personalabbau bei Ford in Saarlouis als schlimme Nachricht für den Standort Saarland und die betroffenen Beschäftigten bezeichnet. Die SPD-Politikerin sagte, die Regierung stehe in einem intensiven Dialog mit dem Unternehmen. Sie werde sich auch weiterhin für Ford Saarlouis stark machen. Der Autokonzern hatte zuvor mitgeteilt, dass in Saarlouis insgesamt 1.600 Stellen wegfallen werden. Zur Begründung hieß es, das Werk werde von einem Drei- auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt. Zudem laufe die Produktion des Modells C-Max im kommenden Jahr aus. SR-Reporterin Karin Mayer: Linken-Fraktionschef Lafontaine bezeichnete die Entscheidung von Ford als Rückschlag für das Saarland. Es sei bedauerlich, dass mit der Beendigung von 500 Leiharbeitsverträgen die Schwächsten der Belegschaft als erste die Maßnahmen von Ford ausbaden müssten.

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Brexit-Abstimmung verschoben

10.12.2018 19:00
Die britische Premierministerin May hat die für morgen geplante Brexit-Abstimmung im Parlament auf unbestimmte Zeit verschoben. May begründete ihre Entscheidung damit, dass die meisten Abgeordneten die Regelungen zur irisch-nordirischen Grenze im Vertrag ablehnten. 

Zug-Verkehr rollt wieder weitgehend normal

10.12.2018 19:00
Nach dem Warnstreik bei der Deutschen Bahan läuft der Zugverkehr inzwischen wieder weitgehend stabil. Die Bahn geht davon aus, dass die Züge morgen Früh wieder nach Fahrplan rollen. Die Gewerkschaft EVG verzichtet außerdem vorerst auf weitere Warnstreiks. Stattdessen soll es schon morgen Nachmittag neue Gespräche mit der Bahn geben.

Möglicherweise Kompromiss um Werbeverbot

10.12.2018 19:00
Im Konflikt um das sogenannte "Werbeverbot" für Abtreibungen nähern sich Union und SPD offenbar an. Nach Informationen von "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung" streben die Parteien jetzt eine bundesweite Liste von Ärzten an, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Solche Listen gibt es bisher nur in Hamburg und Berlin. Die SPD drängt aber weiter darauf, dass Ärzte darüber hinaus auch über Abtreibungen informieren dürfen, ohne bestraft zu werden. Eine solche Gesetzesänderung lehnt die Union jedoch weiter ab.

Ausgaben für Elterngeld höher als geplant

10.12.2018 17:00
Das staatliche Elterngeld wird für den Bund in diesem Jahr teurer als geplant. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums. Demnach genehmigte das Ministerium zusätzliche Ausgaben von 170 Millionen Euro. Bisher waren im Haushalt knapp 6,5 Milliarden Euro für das Elterngeld eingeplant. Die Mehrausgaben führt das Finanzministerium auf die gestiegenen Löhne zurück.

Fraktionen unterstützen Beamtenbund-Forderung

10.12.2018 16:00
Die Fraktionen im saarländischen Landtag unterstützen die Forderung des Beamtenbundes, die so genannte "abgesenkte Eingangsbesoldung" für junge Beamte zu beenden. Sie räumten allerdings ein, dies sei wegen der angespannten Finanzlage schwierig umzusetzen. Wir würden gern mehr zahlen aber wir können es nicht: so einfach stellt sich das Problem aus Sicht von Elke Eder-Hippler, der stellvertretenden Fraktionschefin der SPD und Verdi-Gewerkschaftssekretärin dar. Das Saarland sei nicht das Land, in dem Milch und Honig flössen Geld müsse dementsprechend gezielt dort ausgegeben werden, wo es Gewinn für das Land abwerfe. Ähnlich klingt das bei Alexander Funk: eine höhere Beamtenbesoldung dürfe das Land auf keinen Fall wieder in die Schulden treiben, so der CDU-Fraktionschef. Er verwies außerdem darauf, dass die Lebenshaltungskosten im Saarland niedriger seien als in anderen Bundesländern, was Gehaltsunterschiede zumindest in Teilen ausgleiche. Die Opposition dagegen fürchtet, dass wegen der schlechten Bezahlung im Saarland zunehmend junge Beamte in andere Bundesländer abwandern. Aus Sicht von Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine ist es deshalb nicht klug, wenn ein Land in solchen wichtigen Berufen schlechter bezahle als andere. AfD-Fraktionschef Josef Dörr nannte es unsozial, dass die Regelung nur junge Beamte treffe.

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Sichtschutzwände schützen vor Gaffern

10.12.2018 16:00
Bei Unfällen und anderen schwerwiegenden Ereignissen können im Saarland ab sofort mobile Sichtschutzwände aufgestellt werden. Verkehrsministerin Rehlinger sagte bei der Präsentation in St. Ingbert, die Sichtschutzwände schützten Einsatz- und Rettungskräfte vor Gaffern. Zudem könne der Verkehr durch sie ungehindert an der Einsatzstelle vorbeifließen. Dadurch sorgten sie für mehr Verkehrssicherheit. Drei Straßenmeistereien wurden mit je bis zu 100 Meter Sichtschutz ausgestattet.

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Trinkwasser verunreinigt

10.12.2018 16:00
In Teilen Mettlachs ist das Trinkwasser verunreinigt. Betroffen sind nach Angaben der Gemeinde die Straßen Heinertstraße, Bahnhofstraße, Edmundstraße, Saaruferstraße, Marktplatz und Bochstraße. Die Ursache der Verunreinigung ist noch unklar. Die betroffenen Anwohner in Mettlach werden aufgefordert, das Trinkwasser bis auf weiteres abzukochen. Ab morgen wird das Wasser gechlort.

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Merkel verteidigt Migrationspakt

10.12.2018 15:00
Bundeskanzlerin Merkel und der belgische Regierungschef Michel haben den UN-Migrationspakt gegen Kritik verteidigt. Merkel sagte bei der Konferenz in Marokko, nicht Schleuser und Schlepper, sondern Staaten müssten entscheiden, wer in ihr Land komme. Daher sei es wichtig, die illegale Migration gemeinschaftlich zu bekämpfen. Der belgische Premier Michel ergänzte, der Pakt werde von politischen Parteien missbraucht, um Lügen zu verbreiten. Seine Regierung war am Streit um den Migrationspakt zerbrochen. Zuvor hatten Vertreter von 164 Staaten den Migrationspakt gebilligt. Nun muss noch die UN-Vollversammlung zustimmen.

Antisemitismus offenbar weiter verbreitet

10.12.2018 15:00
In Europa hat der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren offenbar zugenommen. Nach einer Umfrage der Europäischen Agentur für Grundrechte unter Juden in zwölf Mitgliedsländern haben 85 Prozent der Befragten das Gefühl, dass die Judenfeindlichkeit angewachsen ist. Aus der Erhebung geht zudem hervor, dass der Antisemitismus vor allem über das Internet und die Sozialen Medien verbreitet wird. Nach den Zahlen der Studie werden Juden am häufigsten in Deutschland angefeindet. Deswegen überlegen fast 50 Prozent der befragten deutschen Juden, das Land zu verlassen.

Neuer Vize-Regierungssprecher

10.12.2018 15:00
Der stellvertretende Bundessprecher der SPD, Julian Lange, wechselt in die saarländische Landesregierung. Nach SR-Informationen soll der 31-Jährige stellvertretender Regierungssprecher werden. Lange wird Nachfolger von Wolfgang Kerkhoff, der seit 1987 in unterschiedlichen Funktionen für die Kommunikation der Landesregierungen zuständig war.

Mehr als 90.000 besuchen Queen-Ausstellung

10.12.2018 15:00
Zur Ausstellung über die britische Königin Elizabeth die Zweite sind ins Weltkulturerbe Völklinger Hütte mehr als 90.000 Besucher gekommen. Generaldirektor Grewenig sagte, die Erwartungen seien damit deutlich übertroffen worden. Wegen des großen Besucherinteresses werde die Schau bis Ostermontag verlängert. Präsentiert werden Münzen, Gemälde, Briefmarken und Fotos über die Queen.

EU schließt Nachverhandlungen zum Brexit-Vertrag aus

10.12.2018 14:00
Die EU hat neue Verhandlungen über den Brexit-Vertrag ausgeschlossen. Eine Sprecherin der EU-Kommission stellte klar, dass es keine Nachverhandlungen geben werde. Außerdem gehe die Kommission davon aus, dass Großbritannien die EU wie angekündigt am 29. März verlassen werde. Damit reagiert die EU-Kommission auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Die Richter hatten entschieden, dass London den Brexit noch einseitig und ohne Zustimmung der anderen EU-Länder stoppen könnte. Die BBC berichtet inzwischen, dass die für morgen geplante Parlamentsabstimmung in London über den Brexit verschoben werden soll. Dabei zeichnet sich eine Niederlage für den Vertrag ab, den Premierministerin May ausgehandelt hat.

Arminia Bielefeld trennt sich von Trainer Saibene

10.12.2018 14:00
Der Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld trennt sich von seinem Trainer Jeff Saibene. Wie der Verein soeben mitteilte, muss der 50 Jahre alte Luxemburger nach zehn Pflichtspielen in Folge ohne Sieg gehen. Gestern war Arminia Bielefeld über ein 1:1 gegen den Tabellenvorletzten SV Sandhausen nicht hinausgekommen.

Deutschland beim Klimaschutz nur mäßig

10.12.2018 12:00
Deutschland schneidet beim Klimaschutz nur mäßig ab. Im aktuellen Weltklima-Index der Entwicklungsorganisation Germanwatch und des New-Climate Institutes rutscht Deutschland um fünf Plätze auf Rang 27 ab. Grund dafür ist vor allem der hohe Braunkohleverbrauch. Weil keines der Länder genug tut, um die Erderwärmung auf deutlich unter drei Grad zu begrenzen, blieben die ersten drei Plätze des Rankings leer. Schlusslichter beim Klimaschutz sind die USA, der Iran und Saudi-Arabien.

WHO meldet Opferzahlen für Jemen

10.12.2018 12:00
Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bei den Kämpfen im Jemen bislang mehr als 70.000 Menschen getötet oder verletzt worden. Unter ihnen seien mehr als 9000 Kinder. Die WHO beruft sich dabei auf Statistiken aus Krankenhäusern und Erste-Hilfe-Stationen aus dem Bürgerkriegsland. Sie geht jedoch davon aus, dass die Zahlen tatsächlich deutlich höher liegen.
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